Virtual Reality-Meetings – Die Chancen von VR für Ihr Tagesgeschäft

Mai 17, 2021 | Digital

Stellen Sie sich Folgendes vor:

Sie laufen den Flur entlang auf dem Weg zu Ihrem nächsten Meeting, als Ihnen plötzlich einfällt: Sie sind in der falschen Etage. Sie drücken einen Knopf und befinden sich blitzschnell im Besprechungsraum. Als Sie sich umschauen sehen Sie Ihre Kollegen aus der ganzen Welt. Sie haben sich alle für eine Präsentation über den neuen Prototypen versammelt. Und was erwartet Sie? Eine weitere langweilige PowerPoint-Präsentation? Wohl kaum! Stattdessen zeigen Ihnen Ihre Kollegen ein holografisches 3D-Modell der Idee. Sie stellen fest, dass bei der Konstruktion ein paar Fehler gemacht wurden; aber da es sich um eine virtuelle Darstellung handelt und für einen physischen Prototyp kein Budget aufgewendet wurde, ist dies nur halb so wild. Sie haben sich gerade eine große Summe Geld gespart. Mit Ende des Meetings ist es bereits Zeit für das Nächste, also gehen Sie wieder Richtung Tür, drücken einen Knopf und kommen gerade rechtzeitig vor dem nächsten Pitch im neuen Raum an.

Was sich wie ein Szenario aus einer TV-Show oder dem Jahr 2050 anhört, ist nur ein weiterer Tag in der Welt des Arbeitens mit Virtual Reality (VR). Tagtäglich finden wir uns in einer Welt wieder, die die Zukunft der Technologie widerspiegelt und nach dem technologischen Fortschritt greift. Doch für viele Menschen ist das Erste, was ihnen in den Sinn kommt, wenn sie an Virtual Reality denken, Gaming. Und das obwohl VR heutzutage bereits in vielen Bereichen eingesetzt wird, wie zum Beispiel in der Medizin, im Bildungswesen und beim Militär. Aber auch für Ihr Unternehmen birgt die Technik große Möglichkeiten, die wir Ihnen in diesem Artikel zeigen wollen.

Die Grundlagen verstehen – Was ist Virtual Reality?

Bevor wir die Potenziale für Ihr Geschäft analysieren, wollen wir einen genaueren Blick darauf werfen, was VR eigentlich ist. Bei Virtual Reality handelt es sich um eine computergenerierte Umgebung, in der die Benutzer vollständig eintauchen. Szenen und Objekte scheinen real und die physische Welt wird vollständig ausgeblendet. Hierbei können die Szenarien der realen Welt ähneln, oder sich von ihr völlig unterscheiden. Beispielsweise gibt VR Chirurgen die Möglichkeit, Eingriffe an virtuellen Patienten zu üben. Und obwohl das VR-Konzept sehr futuristisch klingt, geht der Ursprung bereits auf die 1950er Jahre zurück. Genauer gesagt, auf ein Gerät namens Sensorama. Es handelte sich um einen Sitz der 3D-Filme abspielte, aber auch weitere Sinne wie den Geruchssinn beeinflusste, um das Erlebnis so lebendig wie möglich zu gestalten.

VR ist nicht zu verwechseln mit Augmented Reality (AR). Bei VR ist alles, was wir sehen, künstlich konstruiert und letztlich Teil der Simulation, in die wir uns befinden. Dies ist bei AR nicht der Fall. Hier werden digitale Objekte oder Bilder in der realen Welt platziert, wobei die Realität sozusagen den Rahmen hierfür bildet. Ein bekanntes Beispiel sind Filter der Kamerafunktionen auf Social Media Plattformen, wo das Bild der Kamera um die digitalen Elemente erweitert wird. Darüber hinaus gibt es ebenfalls die Mixed Reality (MR), kurz MR, die AR und VR kombiniert. In diesem Fall ähneln sich die reale und die künstliche Umgebung stark, aber digitale Objekte können mit dem Nutzer interagieren.

Doch zurück zu VR: Es gibt eine Vielzahl an VR-Geräten, die sich in Preis, Qualität, Intensität der Wahrnehmung und dem Grad der Interaktion unterscheiden. Sie alle kommen in Form eines Headsets. Als Einstiegsvariante gibt es Head-Sets für das Smartphone, welche eine preiswerte Lösung darstellen, um in ein VR-Erlebnis einzutauchen. Doch die Wahrnehmungsintensität und der Interaktionsgrad sind aufgrund der möglichen Freiheitsdimensionen (engl. Dimensions of Freedom – DoF) begrenzt. Smartphone-Kopfhalterungen ermöglichen nur ein 3-DoF-Erlebnis: Man kann den Kopf bewegen und sich umschauen, sich aber nicht frei in der Umgebung umhergehen. Mit 6-DoF-Varianten können Sie sich zudem nach oben/unten, links/rechts und vorwärts/rückwärts bewegen. Dies schafft ein Erlebnis, dass den Benutzer vollständig in die künstliche Umgebung eintauchen lässt, die Wahrnehmung dieser intensiviert und ein höheres Maß an Interaktion ermöglicht.

6-DoF sind oftmals in höherpreisigen Standalone-Headsets zu finden, die über eigene Prozessoren verfügen und daher keine zusätzlichen Konsolen oder Computer benötigen. Dies macht Standalone-Headsets attraktiver, da sie oft eine Reihe von bereits integrierten Anwendungen und ein tolles Erlebnis in 6-DoF, aber auch 3DoF, bieten.

Wie Ihr Unternehmen von VR profitieren kann:

Die Corona Pandemie fuhr die Welt in vielerlei Hinsicht herunter. Aber für Innovation und Digitalisierung in Unternehmen wirkte sie wie ein Brandbeschleuniger. Unternehmen sahen sich gezwungen, Systeme zu implementieren, die Remote-Arbeit unterstützen. Und obwohl viele Menschen die sozialen Interaktionen vermissen, die die Arbeit in einem Büro mit sich bringt, zeigen Studien, dass viele Mitarbeiter auch nach dem Ende der Pandemie weiterhin remote arbeiten wollen.

VR macht es möglich, Menschen global zu vernetzen und interagieren zu lassen. Virtual Reality-Meetings bieten zum Beispiel viele Möglichkeiten, virtuelle Meetings interessanter, interaktiver und effizienter zu gestalten. In einfachen Videocalls sind bestimmte Dinge einfach nicht möglich, wie z. B. in einem virtuellen Raum herumzulaufen, mit anderen Avataren zu interagieren, hinter denen sich Menschen aus der ganzen Welt verbergen, und 3D-Modelle zu benutzen, um etwas zu veranschaulichen- und all das in Echtzeit. 6-DoF-Lösungen sorgen für ein Erlebnis, dass es dem Benutzer ermöglicht, sich im realen Leben zu bewegen, während er sich im das VR-Erlebnis befindet. Aber auch 3-DoF-Optionen, die oft günstiger sind, können je nach Bedarf des Unternehmens ausreichen.

So oder so sind die Möglichkeiten endlos, die Innovation im Unternehmen aus einem ganz anderen Blickwinkel, ebenso wie kreative Denkweisen, zu fördern. Emotionen, Visionen und Strategien können mit dieser Technologie deutlicher visualisiert und vermittelt werden, teilweise sogar besser als in Präsenzmeetings, bspw. durch holografische 3D-Modelle. Weitere Vorteile finden sich in möglichen Kostenersparnissen für Büroräume und sinkenden Ausgaben für Geschäftsreisen, da das Ziel von VR-Meetings ist, gleichwertig zu oder sogar vorteilhafter als Face-to-Face Interaktionen zu sein. Und neben dem offensichtlichen Vorteil, sich als innovatives, mitarbeiterorientiertes Unternehmen zu profilieren, ergibt sich aus VR auf lange Sicht auch ein positiver Einfluss auf die Umwelt, da weniger Geschäftsreisen anfallen und sich weniger Mitarbeiter täglich auf den Weg ins Büro machen müssen.

Neben virtuellen Meetings nutzen Unternehmen VR bereits, um Produkte zu entwerfen und zu testen, ohne sie physisch zu produzieren. So kann zum Beispiel ein virtuelles Modell eines neu entworfenen Autocockpits in einer VR-Umgebung erlebt und getestet werden, bevor ein einziger physischer Prototyp gebaut wurde. Feedback zu diesen 3D-Prototypen kann früher und schneller generiert werden, von jedem Ort und jeder Person weltweit und Änderungen können schneller durchgeführt werden. Das spart nicht nur Zeit und Ressourcen in den frühen Entwicklungsphasen, sondern auch bei den gesamten Produktionsaufwänden.

Ein Dritter, bereits erwähnter Anwendungsfall von VR-Meetings ist das virtuelle Training von Abläufen. So wie ein Chirurg Operationen üben kann, sind verschiedene Szenarien denkbar, die es Experten ermöglichen, ihre Fähigkeiten und Interaktionen vorher und ohne ein physisches Trainingsobjekt und -ort zu trainieren. Auch dies kann Kosten und Zeit für Trainingsobjekte und Reisen von Experten einsparen und sorgt für von Anfang an gut ausgebildete Mitarbeiter.

Und welche Tools gibt es?

Eine Anwendung, die sich derzeit in der Beta-Phase befindet und große Chancen bereithält, ist Arthur. Arthur ist ein Programm, mit dem Sie derzeit mit bis zu 40 Personen in einer virtuellen Realität interagieren können. Es ist speziell auf virtuelle Büroräume ausgerichtet und ermöglicht es, sich zu treffen, zu interagieren und die Arbeit zu verwalten. Die Nutzer können sich von geografischen oder physischen Einschränkungen lösen, womit sich eine Welt innovativer Arbeitsmethoden eröffnet. Neben Arthur gibt es noch weitere Programme, die je eigene, individuelle Vorteile bieten. In jedem Fall ist die Implementierung von VR in Ihre Geschäftsabläufe eine Investition in eine vielversprechende Zukunft.

Beginnen Sie jetzt Ihre VR-Reise.

Mit Tagueri Digital wollen wir all dies für Sie möglich machen. Unsere Vision ist es, Ihnen dabei zu helfen, die Vorteile aus der Anwendung von Virtual Reality für Ihr Unternehmen zu nutzen. Und so würden wir Ihnen gerne helfen:

  • Gemeinsam können wir eine Vision für Ihre VR-Meeting-Lösung erstellen.
  • Wir evaluieren verfügbare Tools basierend auf Ihren individuellen Bedürfnissen und Anforderungen.
  • Wir erstellen Personas und Konferenzräume mit den richtigen Tools.
  • Wir bieten Workshops an, um Mitarbeitern sowie allen anderen wichtigen Stakeholdern zu helfen, die Technologie zu verstehen und zu nutzen.

Virtual Reality ist so viel mehr als nur ein Teil der Unterhaltungsindustrie. Die Möglichkeiten sind nur durch unsere Vorstellungskraft begrenzt und werden in den nächsten Jahren weiter voranschreiten. Wir arbeiten bereits an verschiedenen weiteren Anwendungsfällen, um die virtuelle Interaktion zu beschleunigen. Kontaktieren Sie uns, und wagen Sie den Schritt in eine innovative Zukunft.

Geschrieben von:

Robert Damköhler, Joanna Allmeling und Andreas Schad

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